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Influenza Typ A/H1N1 (Schweinegrippe)

12.08.2010

Die Gesundheitsbehörde teilt mit, dass die Impfaktion gegen Influenza A (H1N1) in Bremen zum 15. Mai 2010 beendet wurde.
Die Erkrankungswelle ist hierzulande abgeflaut, das Schweinegrippen-Virus hat sich als krankmachender Erreger überwiegend als milde erwiesen. Derzeit treten Neu-Erkrankungen vor allem in der Südhalbkugel der Erde auf, der Verlauf dort ist ebenfalls eher harmlos. Natürlich gibt es in Einzelfällen auch Verläufe mit schwerwiegenden Komplikationen.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat am 10. August 2010 mitgeteilt, dass die "Warnstufe 6" aufgehoben wird, d.h. wir befinden uns zur Zeit weltweit in der "Nach-Pandemie-Phase (post-pandemic-period)".

Staatsrat Dr. Hermann Schulte-Sasse hat allen Ärztinnen und Ärzte sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

• in den Impf- Schwerpunktpraxen und im Rote-Kreuz-Krankenhaus
• im Medizinischer Dienst der Krankenkassen
• im Betriebsärztlichen Dienst
• von Andreae-Noris Zahn AG (ANZAG), Pharmagroßhändler in Bremen
• den Apotheken am Klinikum Bremen Mitte, Diakonie-Krankenhaus und
Krankenhaus Reinkenheide

und natürlich der Belegschaft der Gesundheitsämter in Bremen und Bremerhaven seinen Dank ausgesprochen.

Die seinerzeit notwendigen Reaktionen zur Bewältigung der Pandemie nach Ausrufen der „Warnstufe 6“ durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) im Sommer 2009 standen unter einem erheblichen Zeitruck. Notfallpläne mussten aktualisiert, Impfstoffe produziert, bestellt und eingelagert sowie eine ausgeklügelte Impforganisation auf der Basis rasch zu erstellender Vereinbarungen vorbereitet und umgesetzt werden.

Darüber hinaus war es für alle Beteiligten geboten, im Zuge sich ständig ändernder wissenschaftlicher Informationen, aktueller Pressemeldungen und anstehender politischer Entscheidungen eine ausgereifte Reaktionsweise zu entwickeln und beizubehalten, um den Herausforderungen mit Augenmaß und pragmatisch zu begegnen.

Im Ergebnis kann festgehalten werden, dass im Land Bremen 28.612 Impfungen durchgeführt wurden, dies entspricht einem Anteil von 4,3% der Bremer Bevölkerung. Die Bremer Bevölkerung hat somit besonnen reagiert.

Obwohl nach heutigen Erkenntnissen der Verlauf der Pandemie überwiegend milde war und letztlich nur ein geringer Teil der Bremerinnen und Bremer das Impfangebot wahrgenommen hat, hat sich die aufgebaute und überregional im übrigen vielfach gelobte Bremer Impfkonzeption als stabil und belastbar erwiesen. Auch im Falle einer Ausweitung auf eine tatsächlich notwendige Massenimpfung hätte das System ebenfalls funktioniert.

Selbstverständlich ist unter diesen Umständen auch Kritik entstanden, die nun aufgearbeitet und konstruktiv umgesetzt wird. Die Gesundheitsbehörde ist zuversichtlich, dass Bremen auch zukünftige Krisen meistern wird.

Wie geht es nun weiter?

Im Herbst / Winter 2010/2011 ist wie in jedem Jahr mit einer neuen Grippewelle zu rechnen. Derzeit ist noch unklar, welcher Erreger (= welches Virus) hierbei die Hauptrolle spielen wird. Auf der Südhalbkugel treten erwartungsgemäß auch andere Virustypen (z.B. H3N2-Virus) auf, die nicht der sogenannten "Schweinegrippe" zugeordnet werden.

Der Impfstoff gegen die saisonale Grippe befindet sich bereits in der Auslieferungsphase und wird in den nächsten Tagen im Regelsystem zur Verfügung stehen (Stand der Information 12.08.2010).

Fachleute gehen davon aus, dass auch in der nächsten ‚Saison’ der Erreger der Schweingerippe hierbei im Vordergrund stehen dürfte. In diesem Fall besteht kein besonderer Grund zur Besorgnis, da der Verlauf der Erkrankungen in den meisten Fällen harmlos ist. Sollte hingegen ein anderer Erreger im Vordergrund stehen oder ebenfalls eine Rolle spielen, wird auch hierfür ein entsprechender Impfstoff zur Verfügung stehen.

Wir halten Sie auf dem Laufenden!


Banner Bund Neue Grippe

Zusätzliche Informationen zur Neuen Grippe und den Impfungen finden sie unter folgenden Adressen:

Paul-Ehrlich-Institut
www.pei.de/schweinegrippe Externes Angebot

Bundesministerium für Gesundheit:
www.neuegrippe.bund.de Externes Angebot

Robert-Koch-Institut:
www.rki.de/influenza Externes Angebot

Hygienetipps für die Vorsorge:
www.wir-gegen-viren.de Externes Angebot





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