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Soziale Stadtentwicklung

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Der Aufgabenbereich der Sozialen Stadtentwicklung beinhaltet die Beobachtung und Intervention von und in Gebieten, in denen sich problematische Entwicklungen in Bezug auf Wohn- und Lebensqualitäten zeigen, auch unter dem Stichwort "Soziale Polarisierungen" bekannt. Bezeichnet wird damit eine hohe Konzentration von Armutshaushalten, Arbeitslosen, Migranten/innen, also benachteiligten Menschen in Gebieten, die selbst Defizite im Wohnungsangebot, Wohnumfeld und der sozialen Infrastruktur aufweisen. Das Zusammentreffen benachteiligter Bewohner/innen in defizitären Gebieten führt oftmals zu einer sich gegenseitig verstärkenden Abwärtsspirale, die ohne staatliche / kommunale Intervention letztlich zu in sich abgeschlossenen Gebieten führen und für die Bewohner/innen keine soziale Teilhabe mehr eröffnen würden. In Bremen wird seit den 80er Jahren mittels verschiedener Interventionsprogramme versucht, die Negativentwicklungen benachteiligter Stadtquartiere zu stoppen bzw. umzukehren.

Die Soziale Stadtentwicklung wird in Bremen seit 1989 durch Nachbesserungsprojekte in Großsiedlungen in Stadtrandlagen flankiert. 1998 beschloss der Bremer Senat das kommunale Programm "Wohnen in Nachbarschaften" zur Verbesserung der Wohn– und Lebensqualität in benachteiligten Stadtgebieten. 1999 haben der Bund und die Länder das Gemeinschaftsprogramm “Die Soziale Stadt“ aufgelegt. Ausschlaggebend war dabei die Erkenntnis, dass die komplexen Problemlagen (soziale, städtebauliche, ökonomische) in Gebieten mit besonderen Entwicklungsbedarfen nicht mehr mit herkömmlichen Instrumenten behoben werden können, sondern ein umfassender Förderansatz erforderlich ist.
Seit 2003 gibt es Bundes- und Landesprogramme mit dem Titel “Lokales Kapital für Soziale Zwecke“. Sie kommen in den Fördergebieten der sozialen Stadtentwicklung mit dem Ziel zum Einsatz, Projekte zu initiieren, die am Arbeitsmarkt besonders benachteiligten Menschen zugute kommen. Sie sollen Qualifikationen zur beruflichen Eingliederung und den Erwerb von Fähigkeiten zur selbstständigen Lebensbewältigung vermitteln. Das 2009 gestartete Anschlussprogramm auf Bundesebene „Stärken vor Ort“ endete 2011.
Im Jahr 2015 wurde das Programm BIWAQ - Bildung, Wirtschaft, Arbeit im Quartier zur gezielten Förderung langzeitarbeitsloser Bewohner/-innen mit in die Programmkulisse aufgenommen.

Seit 2007 stehen alle im Rahmen der sozialen Stadtentwicklung aufgelegten Programme in Bremen unter der Überschrift "Soziale Stadt Bremen".

Nähere Informationen erhalten Sie auch in unserem INTERNETAUFTRITT SOZIALE STADT BREMEN.