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Altenpolitische Leitlinien

Die Bremische Altenhilfe ist ausgerichtet an den Altenpolitischen Leitlinien. Der gegenwärtig gültige Altenplan für die Stadtgemeinde Bremen und damit auch diese Leitlinien wurden im Lauf des Jahres 2006 stadtweit diskutiert und 2007 angenommen.

Altenpolitische Leitlinien

  1. Altenpolitik in Bremen stellt Anforderungen an alle Bereiche der Politik. Zunehmende Lebenserwartung und abnehmende Geburtenzahlen führen zu einem demografischen Wandel, der diese Aufgabe verstärkt in die öffentliche Wahrnehmung rückt.
  2. Altenpolitik ist präventive Sozial- und Gesundheitspolitik. Sie fördert Mitwirkung und Beteiligung. Die konkreten Interessen, Lebenslagen und Lebensrisiken der Älteren sollen bei allen politischen Entscheidungen berücksichtigt werden.

  3. Alter soll nicht den Anspruch auf ein selbstbestimmtes Leben einschränken. Altenpolitik hilft mit, die freie und eigenverantwortliche Entfaltung zu sichern. Bremische Altenpolitik wendet sich gegen Hilfsangebote, die Unselbständigkeit und Abhängigkeit begünstigen.

  4. Erfahrungen und Tatkraft älterer Menschen sind eine wertvolle Unterstützung der Familien und des Gemeinwesens. Altenpolitik fördert die generationen-übergreifende wechselseitige Hilfe, Selbsthilfe und ehrenamtliche Tätigkeit, auch in Verknüpfung mit professionellen Dienstleistungen.

  5. Ältere Menschen sollen nicht durch Umstände, die außerhalb ihrer Einflussmöglichkeiten liegen, in Not und Isolation geraten. Die Bremer Altenpolitik will gesellschaftliche Benachteiligungen, die sich im Alter verstärken, ausgleichen und überwinden helfen.

  6. Geeignete Beteiligungsformen für ältere Menschen sind weiter zu entwickeln und auszubauen. Die Seniorenvertretung nimmt für die älteren Menschen Bremens durch Mitwirkung und Mitsprache Einfluss auf Entscheidungen.

  7. Altersbedingte Veränderungen sollen nicht zu vermeidbaren Einschränkungen führen. Die Vielfalt der Wohn- und Lebensformen, der Unterstützungs- und Rehabilitationsangebote trägt zur Anpassung an die neuen Lebensbedingungen bei. Dauerhafte Hilfebedürftigkeit kann hinausgezögert und unnötige Heimunterbringung so vermieden werden.

  8. Wohnen im Alter stellt Anforderungen an die Lage, Größe und Ausstattung der Wohnungen. Wohnungspolitik und Wohnungswirtschaft sind aufgefordert, sich den unterschiedlichen Wohnbedürfnissen älterer Menschen zu stellen, die sich aus der demografischen Entwicklung ergeben, sie zu unterstützen und zu fördern.

  9. Bei der Stadtentwicklung und der Stadtplanung sind die besonderen Bedürfnisse älterer Menschen an ein altersgerechtes Wohnumfeld zu beachten. Die Bewegungsmöglichkeiten und die Sicherheit älterer Menschen in der Stadt sind zu beachten und lassen sich verbessern.

  10. Altenpolitik unterstützt die interkulturelle Öffnung der Angebote für ältere Menschen und fördert soziale Integration

  11. Menschen, die an Demenz erkrankt sind, sowie deren Angehörige, benötigen Unterstützung. Hilfen für demenziell erkrankte Menschen stellen eine zentrale Herausforderung der Altenhilfe dar

  12. Die Gestaltung der konkreten Pflegebedingungen liegt in gesellschaftlicher Verantwortung. Die Sicherstellung einer menschenwürdigen Betreuung und der fachlichen Qualität in der Pflege sind Aufgaben der Altenpolitik. Vielfalt und Spezialisierung der Angebote gehen auf die besonderen Bedarfe der Pflegebedürftigen ein.
  13. Altenpolitik schafft Räume, auch tabuisierte Themen des Alterns anzusprechen. Sie unterstützt die würdige Gestaltung der letzten Lebensphase.

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Referat Ältere Menschen

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