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Familienbildung

Familienbildung als Aufgabe präventiver Kinder- und Jugendhilfe

Kind auf Spielplatz

Familienbildung ist Aufgabe der präventiven Kinder- und Jugendhilfe, indem sie frühzeitig und lebensbegleitend Erziehende in der Wahrnehmung ihrer erzieherischen Verantwortung unterstützt und die Ressourcen zur Gestaltung des Familienalltags stärkt sowie junge Menschen auf das Zusammenleben in Partnerschaft und Familie vorbereitet.

Rechtliche Grundlage

Kleine Männchen in einer Reihe

Als Leistung der Jugendhilfe unterliegt Familienbildung den allgemeinen Vorschriften des SGB VIII, insbesondere dem §16 SGB VIII „Allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie“. Für die Stadtgemeinde Bremen konkretisiert sich der Auftrag Abschnitt 6 – Allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie in § 28 und § 29 BremKJFFöG Bremisches Kinder-, Jugend- und Familienförderungsgesetz.

Angebote der Familienbildung

Eltern lesen einem Kind etwas vor
Projekt Optstapje, Foto: Impuls Stiftung

Angebote der Familienbildung haben neben dem Erwerb von Alltagskompetenzen, wie beispielweise Haushaltsführung, Medienkompetenz, Pflege- und Gesundheitswissen sowie Zeitmanagement das Ziel, Erziehende gleich welcher Herkunft, kulturellen, sozialen oder wirtschaftlichen Hintergrunds, in der Bewältigung ihres Familienalltags zu unterstützen und das Zusammenleben in der Familie zu verbessern. Gleichzeitig ist es ebenfalls ein erklärtes Ziel der Familienbildung, junge Menschen auf das Zusammenleben in der Familie vorzubereiten.

Familienbildung ist für alle Familien

bunte Kreise

Familienbildung will alle Familien erreichen, sowohl Familien, die im Moment „keine besonderen Schwierigkeiten“ haben als auch z. B. benachteiligte Familien, die tagtäglich mit vielfältigen Problemen konfrontiert sind. Angebote für Eltern und Familien sollen dann entsprechend der Bedürfnisse der Adressatinnen und Adressaten entwickelt werden.

Netzwerk Familienbildung

Hand, die eine Familie als Figuren hält

Das Netzwerk Familienbildung findet derzeit zweimal jährlich unter der Federführung der Abteilung Junge Menschen und Familie bei der Senatorin für Soziales, Jugend, Integration und Sport und in Kooperation mit dem familiennetz Bremen statt.

Das „Netzwerk Familienbildung“ steht allen interessierten Kräften offen und ist stets interdisziplinär besetzt. Es arbeitet ergebnis- und zielorientiert und dient dem Austausch, der Information und der Entwicklung gemeinsamer Projekte. Zu bestimmten Themen gibt es Unterarbeitsgruppen.

Der Schwerpunkt liegt auf der Lobby- und Öffentlichkeitsarbeit für die Familienbildung in Bremen. Aufgabe und Verständnis ist es, das ressortübergreifende Denken und Handeln zu fordern und zu fördern und die fachlichen Erfahrungen und Kompetenzen zu nutzen.

Tivolifront von unten · G. Kuznetsov