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Leitfaden "Sexualität und Behinderung"

Titelbild Leitfaden Sexualität und Behinderung, jpg, 21.0 KB

Menschen mit Behinderungen, besonders mit geistigen Behinderungen, brauchen oft Unterstützung zur Entwicklung einer selbstbestimmten Sexualität. Ambulante und stationäre Einrichtungen für Behinderte nehmen diese Herausforderung inzwischen zunehmend an. Dazu gehört auch, dass in Wohneinrichtungen Möglichkeiten zur sexuellen Selbstbestimmung gestaltet werden. Der Runde Tisch "Sexualität und Behinderung" will auf Initiative der pro familia im Land Bremen diesen Prozess weiter befördern. Der Landesbehindertenbeauftragte und die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport unterstützen diese Arbeit. Ziel ist es, Menschen mit Behinderungen Zugänge zu einer selbstbestimmten Sexualität zu sichern und andererseits auch die Grenzen zu formulieren. Dazu gehört auch der Schutz vor sexualisierter Gewalt – das Schwerpunktthema des ersten Leitfadens "Sexualität und Behinderung", der jetzt erstmals vorgelegt wird.

Der Leitfaden enthält unter anderem Empfehlungen zur Vorbeugung sexueller Gewalt wie auch sehr konkrete Empfehlungen für den Umgang mit Verdachtsfällen. Zu den empfohlenen Präventionsmaßnahme zählen unter anderem: eine offensive Aufklärung der behinderten Menschen über ihr Recht der sexuellen Selbstbestimmung mit geeigneten Materialien, Selbstbehauptungskurse, Schulungen der Fachkräfte, der Austausch mit den Hilfeeinrichtungen und Fachstellen, ein funktionierendes internes und externes Beschwerdemanagement mit klar benannten weiblichen und männlichen Ansprechpersonen sowie das regelmäßige erweiterte Führungszeugnis von künftigen wie auch bereits beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Der Leitfaden richtet sich im Wesentlichen an Assistentinnen und Assistenten von Dienstleistern sowie Beschäftigte in Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen.

Weitere Informationen zum Thema können Sie der anlässlich der Veröffentlichung erschienenen [LINK62926;Presseerklärung vom 29.08.2016] entnehmen.

Den Leitfaden können Sie hier herunterladen:
[LINK62921;Leitfaden Sexualität und Behinderung]

Der Leitfaden kann in der Druckversion bezogen werden über:

Martina Kemme