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Stadtteilbezogene Familienarbeit im Rahmen des Integrationskonzepts

Familienbildung für geflüchtete Familien im Quartier

Eltern-Säuglingsgruppe im Haus der Familie Tenever, Foto: Kerstin Rolfes, jpg, 39.6 KB
Eltern-Säuglingsgruppe im Haus der Familie Tenever, Foto: Kerstin Rolfes

Die Angebote der Familienbildung können die Integration von Zuwandererfamilien fördern: Zugewanderte Familien stehen häufig vor Differenzen zwischen zwei Kulturen, die ihres Herkunftslandes und die ihres Aufnahmelandes. Familienbildungsangebote bieten ihnen die Möglichkeit des Austausches mit Familien aus ihrem Herkunftsland, mit „einheimischen" Familien und/oder mit Familien aus anderen Ländern. Angebote der Familienbildung vermitteln Informationen über Werte, Traditionen und auch Gesetze, sie beraten in Erziehungsfragen und bei Familienkonflikten.

Die Bremische Bürgerschaft hat 2016/ 2017 und 2018/ 2019 im Rahmen des Integrationskonzepts des Senats für das Teilbudget „Stadtteilbezogene Familienarbeit“ Fördermittel für Maßnahmen zur Integration und Teilhabe von geflüchteten Menschen zur Verfügung gestellt.

Die Senatorin für Soziales, Jugend, Frauen, Integration und Sport hat zur Umsetzung des Projektes zwei Maßnahme-Pakete entwickelt. Mit den Fördermitteln wurden neue und bereits bewährte Familienbildungsangebote von Einrichtungen für Familien unterstützt, aber auch Projekte von ehrenamtlich Engagierten in Stadtteilen mit besonders hohem Bewohneranteil von geflüchteten Familien.

Projekt Optstapje, Foto: Impuls Stiftung, jpg, 39.4 KB
Projekt Optstapje, Foto: Impuls Stiftung

Gefördert wurden u. a. Elternkurse, Gesprächskreise, Gruppentreffen, gemeinsame künstlerische und sportliche Aktivitäten sowie andere Möglichkeiten der Begegnung wie zum Beispiel Feste und Ausflüge. Bereits bewährte Elternunterstützungsprogramme wie (Opstapje, Hippy und Mama lernt Deutsch) erhielten ebenfalls Fördermittel.

Mit dem zweiten Maßnahme-Paket wurden stadtteilübergreifende Projekte bzw. Angebote gefördert. Hierzu gehören die Projekte vom familiennetz bremen: das Onlineportal (Informationen rund um Familien), der "Merkzettel für Geflüchtete" mit monatlichen Informationen über Angebote für Geflüchtete und Freiwillige in der Flüchtlingsarbeit sowie die Willkommensmappe „Willkommen in der Familie“ für Familien mit neugeborenen Kindern.

Die Daniel-Schnakenberg-Stiftung erhielt zusätzliche Fördermittel für geflüchtete Familien. Die Stiftung unterstützt Familien und Einrichtungen bei Kinder-, Jugend- und Familienerholungsmaßnahmen.

Für die Fachkräfte der Familienbildung, häufig die ersten Ansprechpersonen für die Familien vor Ort in Bildungs- aber auch Alltagsfragen, wurde im Mai 2017 ein Fachtag zum Thema: „Interkulturelle Kompetenzen in der Arbeit mit geflüchteten Familien – Migration, Kommunikation, Integration“ durchgeführt.

Broschüre

In der Broschüre "Integration durch Familienbildung – Praxisbeispiele" (pdf, 2.6 MB) von April 2018 werden beispielhaft die einzelnen Angebote und Projekte für geflüchtete Familien in den Stadtteilen im Rahmen der "Stadtteilbezogenen Familienarbeit" vorgestellt.

Ansprechpartnerin

Petra Borgmann-Görtz